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Erstnachweis von Oligia dubia (Heydemann, 1942) in Bayern (vgl. auch Nachr.Bl. bayer. Ent. 56: 14-18)

 

Alfred Haslberger, Waschau 14, 83317 Teisendorf,     a.haslberger@bglmed.de

 

Am 28.7.2005 konnte Oligia dubia erstmals für Bayern nachgewiesen werden. Der Fundort liegt in der Nähe von Bad Reichenhall in einem tief eingeschnittenen Bachtal auf einer Seehöhe von 800m. Die südliche Talseite ist gekennzeichnet durch steile xerotherme Felshänge (siehe Foto). Hier wurden an einer 160 Watt Mischlichtlampe vier Tiere aus der strigilis-Gruppe gefangen. Die Tiere wurden durch Genitaluntersuchungen bestimmt. Es waren zwei Männchen und ein Weibchen von Oligia versicolor und ein leider bereits abgeflogenes Weibchen von Oligia dubia. Herr Hermann Hacker hat freundlicherweise das Präparat von Oligia dubia überprüft.

Im Jahr 2006 wurde der Fundort mehrmals aufgesucht und Oligia dubia konnte zahlreich nachgewiesen werden. Auf dem Foto links: links oben ein Männchen und rechts oben ein Weibchen von Oligia dubia vom 28.06.2006, links unten ein Weibchen von Oligia versicolor und rechts unten ein Weibchen von Oligia latruncula, beide vom 3.7.2006. Alle Tiere wurden am gleichen Fundort gesammelt (rechts). Oligia strigilis konnte bisher vielleicht auch wegen der eventuell früheren Flugzeit bisher noch nicht nachgewiesen werden.

Die nächstgelegenen Fundorte von Oligia dubia sind der Mönchsberg in Salzburg und das Bluntautal bei Golling, laut Gernot Embacher die einzigen bisher bekannten Fundorte in Österreich. Weitere Fundorte liegen in Istrien (Kroatien, Typenfundort), im Tessin in der Schweiz sowie in Oberitalien.


Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Entomologen e.V.