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Spania nigra Meigen, 1838, Diptera, Rhagionidae, neu für Bayern.

 

Etwa 2 mm groß ist diese Schnepfenfliege mit rauchig angedunkelten Flügeln. Nach dem Erscheinungsbild ist sie sehr leicht mit Tanzfliegen der Gattungen Rhamphomyia oder Hilara, Empididae, zu verwechseln, mit denen sie zusammen vorkommt. Der Blick auf das Flügelgeäder klärt die Familienzugehörigkeit.  

 

Über die Biologie ist kaum etwas bekannt. Auf Mik, 1896, geht die Information zurück, dass die Larven dieser Fliege minierend im thallosen Lebermoos Pellia neesiana heranwachsen. In seinem jüngsten Buch "Soldierflies . . ." spekuliert Stubbs auf der Basis der spärlichen Nachweise über den eigentlichen Lebensraum. Von küstennahen Lebermoosbeständen über exponierte Felsformationen bis zu feuchten Wäldern und Mooren reicht das Spektrum. Miks Lebermoos wächst in UK in feuchtem, grasigem offenen Gelände im Norden. Ob auch andere Lebermoose akzeptiert werden, ist nicht bekannt.

 

Die dieser Mitteilung zugrunde liegenden 2 Exemplare stammen aus der Krone einer Eiche, die mit Pyrethrum benebelt wurde. Weitere Details dieses Experiments, das in der Fränkischen Schweiz Nordbayerns durchgeführt worden war, wird man dem nächsten Heft der Bayerischen Entomofaunistik entnehmen können.

Dr.v.d.Dunk

Links: Spania nigra Männchen, rechts Rhagio scolopaceus Männchen. Körperlänge der seltenen Spania etwa 2,4 mm, der der häufigen Schnepfenfliege Rhagio sc. 14 mm.

Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Entomologen e.V.