Begünstigt durch den Klimawandel breitet sich der Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta Poda) seit Mitte der neunziger Jahre wieder aus. Die pontisch-mediterrane Art ist ein Relikt der postglazialen Steppenzeit. Der Käfer wandert aus den Wärmerefugien des hessischen Maingebietes und aus dem südöstlichen Donauraum nach Bayern ein. 2002 wurde er erstmals im Bayerischen Wald beobachtet. Die Art findet sich inzwischen auch in Höhenlagen von über 700 Metern. Im 20. Jahrhundert war vor 1990 nur ein Fund aus dem Jahr 1964 aus Aschaffenburg bekannt.
BUßLER, H. (2007) : Wärmeliebende Rosenkäfer im Bayerischen Wald.-LWF aktuell 57, S. 58.
Bild: Trauer-Rosenkäfer (Foto: Heinz Bußler)